Wussten Sie, dass der Spargel nicht nur als Gemüse, sondern auch als Heilpflanze bekannt ist ? Bereits vor 5000 Jahren wurde in China die Spargelpflanze beispielsweise gegen Husten, Blasenprobleme und Geschwüre verwendet. Die Ägypter kennen ihn seit ca. 4.500 Jahren, die Griechen und Römer verwendeten ihn schon im 2. Jahrhundert v. Chr. u.a. gegen Gelbsucht.

Man vermutet, dass die Römer den Spargel über die Alpen nach Europa gebracht haben. Als der Niedergang der römischen Kultur heranbrach, ging auch der Spargelanbau mit ihr zugrunde. Erst ab dem 16. Jahrhundert wurde der Spargelanbau wieder belegt. Der Spargel galt damals in aristokratischen Kreisen als Delikatesse.

Je nach Region werden andere Namen für den Spargel verwendet, z. B. Schwammwurz (Schweiz), Spargus (Pommern), Sparsach (Schaffhausen, St. Gallen), Aspars (Holstein) und Korallenkraut (Schlesien, Ostpreußen).Der Gemüsespargel ist eine mehrjährige, krautige Pflanze.

Heutzutage ist der Spargel fast überall schon geschält erhältlich. Wenn man ihn aber selbst schälen möchte sollte man ihn auf jeden Fall erst mal gut abwaschen. Dann wird er immer von oben nach unten geschält. Man sollte darauf achten dass er gleichmäßig geschält wird. Erst nach dem Schälen sollte man das Ende abschneiden. Bei frischerem Spargel muss ca. 1-2 cm abgeschnitten werden. Bei etwas älterem, sollte es etwas mehr sein.

Damit möglichst viele der wertvollen Nährstoffe im Spargel enthalten bleiben, sollte er mit wenig Wasser gegart werden. Man sollte nur so viel Wasser verwenden, dass die Stangen gerade bedeckt sind. Steht der Spargel im Topf, kann man sogar noch weniger Wasser verwenden, da die zarten Köpfe bei geschlossenem Deckel allein durch den Dampf gegart werden. Je nach Vorliebe braucht der weiße und violette Spargel zwischen 10 und 20 Minuten Garzeit. Da der grüne Spargel einen geringeren Durchmesser hat ist er meist schon nach 8 – 10 Minuten fertig.

Spargel enthält viele Vitamine (Asparaginsäure, Kaliumsalze sowie ätherische Öle) die gemeinsam die Nierentätigkeit fördern und zu einer erhöhten Urinausscheidung beitragen. Besonders erwähnenswert sind insbesondere die sekundären Pflanzenstoffe, die im Spargel enthalten sind:, Flavone, Glykoside und Saponine. Saponine sind hervorragend zum Entgiften und Ausschwemmen von Schadstoffen, z. B. Schwermetallen geeignet.

Spargel besteht zu über 90 % aus Wasser und hat so gut wie keine Kalorien (15 kcl/100 g). Seine gesunden Eigenschaften verliert das Gemüse jedoch in vielen Fällen durch die typischen Beilagen wie zerlassene Butter oder Sauce Hollandaise. Wer also auf seine Figur achtet, sollte auf fettärmere Beilagen zurückgreifen.

 Nicole Walter, Ernährungsberaterin (SGD)

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