Sie gehört zu der Familie der Korbblütler und ist mit dem Löwenzahn verwandt. Ursprünglich aus Spanien stammend, verbreitete sich die Schwarzwurzel im 14. Jahrhundert in ganz Europa. Als Heilmittel gegen die Pest versagte sie leider. Seit dem 17. Jahrhundert wird die Wurzel als Gemüse angebaut. In der Zeit von Oktober bis April ist sie frisch auf dem Markt erhältlich.

Meine Oma bezeichnete das Gemüse, als den Spargel des armen Mannes. Die Wurzel ist deutlich günstiger als Spargel, aber sein feiner nussig würziger Geschmack überzeugt. Sie hat zwar als Heilmittel gegen die Pest versagt, aber die Schwarzwurzel hat durchaus den Namen Heilmittel verdient. Mit ihren zahlreichen Inhaltsstoffen unterstützt die Wurzel die geistige und körperliche Fitness.
Was ist drin:

    1. B Vitamine stärken unsere Nerven
    2. Eisen zur Blutbildung
    3. Magnesium für Herz-Kreislauf und Muskulatur
    4. Mangan hilft der Leber bei der Entgiftung
    5. Inulin im weißen Saft, ist nicht nur gut für Diabetiker, da der Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst wird
    6. Kalium zur Energiegewinnung
    7. Allantoin fördert die Wundheilung und das Zellwachstum

Wie der Spargel enthält auch die Schwarzwurzel Asparagin, das die Entgiftung über die Niere fördert. Das Paket wird noch durch Calcium, Kupfer, Folsäure und Vitamin E, C + A abgerundet. Dazu fördern und unterstützen die vielen Ballaststoffe in der Wurzel eine gesunde Darmflora und das alles bei 16 Kalorien pro 100g.
Beim Kauf nicht zu dünne Stangen auswählen, da beim Verarbeiten viel Abfall entsteht. Die Wurzel wird zuerst mit einer Bürste unter Wasser gereinigt und dann geschält. Dabei sind unbedingt Einmalhandschuhe zu tragen, da der weiße klebrige Saft die Hände verfärbt. Nach dem Schälen und vor der weiter Verarbeitung kurz in Zitronen oder Essig Wasser legen, dann behalten sie ihre schöne weiße Farbe. Danach in Salzwasser kochen. Das Gemüse lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen, ob als Beilage nur mit Butter oder als Püree, im Salat, als Ofengemüse, wie Pommes frittiert oder auch im Auflauf. Der Phantasie und Gaumenfreude sind keine Grenzen gesetzt.

Carola Tendieck