„Leinöl macht glücklich“, so titelt das leinenblau gebundene Buch des Bestseller-Autors Hans Ulrich Grimm. Lein und Leinöl ist der Urstoff der modernen Zivilisation, denn diese Pflanze war massgeblich an der Gehirnentwicklung der Menschheit beteiligt. Seit einigen Jahren kümmert sich vermehrt auch die Wissenschaft um dieses wertvolle Öl. Denn gemäß neusten wissenschaftlichen Studien können Leinöl und Leinsamen dem Herzinfarkt und hohen Blutdruck vorbeugen, aber auch gegen viele weitere Zivilisationskrankheiten, wie etwa bei Diabetes mellitus. Sogar bei manchen Krebserkrankungen soll Leinöl Wirkung zeigen. Das hatte vor 50 Jahren bereits die Ärztin Johanna Budwig gesagt, aber leider wollte niemand auf diese weise Frau hören, vielmehr musste sie sogar ihren Job bei einem Fettforschungsinstituts aufgeben, als sie diese Erkenntnis verbreiten wollte. Sie warnte übrigens schon damals vor Transfettsäuren als Gesundheitskiller.

Leinöl ist hilfreich gegen Depressionen

Leinöl ist aber nicht nur gut fürs Herz, sondern es schärft den Intellekt und stärkt die Seele. Es hilft gemäß Studien sogar bei Depressionen, der Effekt ist wie die meisten Wirkungen des wertvollen Öls auf den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, genauer gesagt der alpha-Linolensäure zurückzuführen.

Nicht nur das Auto benötigt das richtige Öl

Fette und Öle sind leider noch immer bei vielen Menschen im Verruf, die Angst vor der Kalorienbombe Fett haben und statt moderat Fett leider «Low Fat» zum Abnehmen praktizieren. Menschen mit Gewichtsproblemen sollten aber unbedingt täglich Leinöl zu sich nehmen, denn nur wenn der Körper mit allen essentiellen Substanzen ausreichend versorgt ist, kann der Stoffwechsel reibungslos funktionieren, das ist auch fürs Reduzieren des Gewichts eine wichtige Vorraussetzung. Wer «Low Fat» isst, der riskiert das sein Motor irgendwann wegen Ölmangel still steht und der Motor Mensch Schaden nimmt, ganz vergleichbar mit dem Motor Ihres Autos, dem gönnt man ja auch regelmässig das richtige Öl !

Leinöl als Alternative zum Fischöl ?

Wer nun meint, er käme am Leinöl vorbei, da er ja schon seit längerem Fischölkapseln einnimmt, dem sei hier gesagt, dass alleine aus ökologischen Überlegungen Leinöl dem Fischöl überlegen ist, zumal es mittlerweile sogar aus Schweizer Bioanbau erhältlich ist. Denn die Meere sind heute überfischt und so gesehen kann man Fischöl als Medizin gegen die drohenden Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt oder Diabetes mengenmässig und ökologisch nicht verantworten. Die Omega-3-Fettsäuren im Fischöl haben den Vorteil, dass sie vom Körper direkt im Stoffwechsel verwertet werden können; deshalb empfiehlt man die Kapseln. Bei Leinöl muss die alpha-Linolensäure erst über ein komplexes Enzymsystem umgewandelt werden. Das geht nicht ganz problemlos, eine wichtige Voraussetzung ist dafür das Personen nicht zu viel Sonnenblumen-, Maiskeim- und Distelöl verwenden, da diese Omega 6 Fettsäuren in diesen Ölen die Umwanndlung blockieren, da sie die selben Enzymsystem benötigen. Ölwechsel statt Öl sparen heisst daher die Empfehlung zur Krankheitsprävention. Mehr Öle mit einfach ungesättigten Fettsäuren in Form von Oliven- oder Walnussöl, dazu täglich 2 Teelöffel bestes, nussiges Leinöl das man beispielsweise zusammen mit Quark im Müesli oder im Salat geniessen sollte. Ein besonders gesundes und fast schon ein Festessen ist Demeter-Vollmilchquark zu Pellkartoffeln und dazu frisches Leinöl, eine Delikatesse aus dem Norden Deutschlands dem Spreewald. Diese Kombination tut dem Motor Mensch und gleichzeitig der Landwirtschaft gut. So einfach und gut kann gesunder Genuss sein.

Erica Bänziger

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