In den USA wird traditionell zu bestimmten Ereignissen (z. B. Thanksgiving) Kürbiskuchen (Pumpkin Pie) gegessen. Schon die Ureinwohner Amerikas hatten das in Streifen geschnittene Kürbis-Fruchtfleisch roh getrocknet und auf diese Weise haltbar gemacht. Heute werden Kürbisse hauptsächlich als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse verwendet.

Gut für die Prostata, hilfreich bei Haar- und Hautproblemen

Das im Kürbis enthaltene Lutein und Zeaxanthin (sekundäre Pflanzenstoffe) sind wichtige Antioxidantien, die vor allem die empfindlichen Sinneszellen der Netzhaut im Auge vor dem schädlichen UV-Anteil des Sonnenlichts schützen. Wasser und Ballaststoffe fördern die Verdauung. Der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd und harntreibend. Wasseransammlungen und Giftstoffe können somit leichter aus dem Gewebe geschwemmt werden. Auch die Kürbissamen werden recht häufig genutzt, geröstet als Snack oder zur Herstellung von Kürbiskernöl. Speziell zu diesem Zwecke existieren verschiedene Züchtungen von samenschalenlosen Ölkürbissen, wie z. B. der Steirische Ölkürbis. Das intensiv grüne Öl hat einen ganz eigenen, nussigen Geschmack. Kenner schätzen es auch wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung. Neben dieser allgemein gesundheitsfördernden Eigenschaft wird dem Kürbiskernöl auch eine prostatastärkende Wirkung nachgesagt. Die Zusammensetzung der Fettsäuren kann helfen, erhöhte Blutfett- bzw. Cholesterinwerte zu senken. Überliefert aus der Volksmedizin sind außerdem heilende Effekte bei Blasenbeschwerden und Nierenschwäche, bei Haar- und Hautproblemen oder erhöhtem Blutdruck. Heute weit über das Ursprungsgebiet hinaus bekannt und verbreitet ist der Brauch, zu Halloween Kürbisse auszuhöhlen und in Laternen zu verwandeln.

Kürbisfleisch ist allein schon deshalb gesund, weil es wegen seines hohen Wasser- und Ballaststoffgehalts extrem kalorienarm ist. Pro 100 g liefert es nur 27 kcal.

Häufig ist die Verwendung zur Zubereitung von Kürbissuppe. Besonders geeignet ist dafür der aus Japan stammende Hokkaidokürbis. Er ist mit einem Gewicht von etwa einem bis zwei Kilogramm relativ klein. Seine Schale ist meist orange, manchmal auch dunkelgrün. Im Inneren verbirgt der Hokkaido-Kürbis ein festes, faserarmes Fruchtfleisch, das hell- bis dunkelorange ist. Es hat einen leichtnussigen Geschmack und erinnert manchmal an Esskastanien. In der Mitte des Fruchtfleisches wiederum befinden sich die Kerne. Eine Besonderheit beim Hokkaido-Kürbis ist die Tatsache, dass er vor dem Verzehr nicht von seiner Schale befreit werden muss. Sie kann ohne Bedenken mit gekocht und mit gegessen werden.

Birgit Fenzl

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