Orangen wurden erst im 16. Jahrhundert von China nach Europa gebracht. Orangen, welche man auch Apfelsinen nennt, gehören zu den Zitrusfrüchten und wachsen an einem immergrünen Baum. Heutzutage werden in vielen Ländern Orangen angebaut, Marktführer im Anbau sind Brasilien, die USA und Spanien. Die Erntezeit der Orangen ist bedingt durch die Sortenvielfalt, von Oktober bis in den August möglich, die Haupterntezeit beschränkt sich allerdings auf die Wintermonate.

Zu den Orangensorten gehören: Bitterorangen und vier Gruppen von süßen Orangensorten, die Blondorangen, die Navelorangen, die pigmentierten Orangen (Blut- und Halbblutorangen) sowie die säurefreien Orangen. Orangen sind eine Kreuzung aus Mandarinen und Pampelmusen.

Die „gesunden“ Chemikalien

Der Anbau von Zitrusfrüchten ist kein Kinderspiel, denn viele Insekten wie z.B. die Zitrusschmierlaus, Mittelmeerfruchtfliege, Australische Wollschildlaus, Gemeine Spinnmilbe und die Blattlaus befallen sehr gerne die Blätter, Blüten und Triebe der Pflanzen. Bei den ersten Anzeichen eines Insektenbefalls zücken die Zitrusbauern die Chemikalien.

Dabei gibt es auch natürliche Feinde gegen die Insekten. Marienkäfer sind die natürlichen Bekämpfer gegen die australische Wollschildlaus. Marienkäfer benötigen lediglich einen Monat, bis sie befallene Zitrusplantage von der Lausart befreit haben. Es gibt nahezu für jedes Insekt einen natürlichen Feind.

Chemikalien werden nicht nur gegen Insekte eingesetzt, sondern auch gegen Unkraut, gegen verschiedene Pilzerkrankungen und gegen das vorzeitige Abfallen der Früchte. Deutlich weniger harmlos sind Substanzen, mit denen man die Früchte konserviert. Manche dieser Chemikalien sollen die Zitrusfrüchte während ihrer Lager- und Transportzeit vor Verderb durch Schimmel und Fäulnis schützen. Andere sollen das Austrocknen verhindern. Aus diesem Grund muss das Verwenden der Chemikalien auf der Verpackung dokumentiert werden z.B, Orthophenylphenol (E231), Natriumorthophenylphenol (E232).

Zum Schluss werden die Früchte nochmal in Wachs getaucht, damit sie nicht so schnell austrocknen und monatelang gelagert werden können.

Es wurde nachgewiesen, dass Bio-Früchte – im Gegensatz zu Früchten aus dem Discounter – oftmals völlig rückstandsfrei bzw. viel weniger Chemikalien enthalten. Deshalb sollte man bei dem Kauf von Orangen auf eine gute Qualität achten!

Orangen – die Vitamin-C-Bomben

Das Orangen reich an Vitamin-C sind, ist bekannt. Die Orangen enthalten aber noch weitere gesundheitsfördernde Substanzen.

Das Immunsystem wird gestärkt, sodass man Krankheitserreger besser abwehren kann. Des Weiteren sind Orangen reich an sekundären Pflanzenstoffen. Sekundäre Pflanzenstoffe sind nicht nur gut für die Verdauung und für unsere Gesundheit, sie sollen auch das Wachstum von Krebs hemmen. Orangen enthalten auch sehr viel Magnesium. Magnesium braucht man, neben Calcium, für die Stabilität der Knochen. Wenn zu wenig Magnesium und Calcium, aber zu viel Phosphat im Körper vorhanden sind, kann dadurch Osteoporose begünstigt werden.

Ein leckerer Karotten-Orangen-Smoothie ist ein perfekter Drink, für einen guten Start in den Tag.

 

Isabel Penzler 

 

 

Quellenangabe zum Bild: twinlili –  www.pixelio.de